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40 Dinge, die ich in 40 Jahren gelernt habe. Teil 1/4

Diesen Monat feierte ich meinen 40. Geburtstag. Die große 4️⃣0️⃣.

In 40 Jahren ist viel passiert und ich hab' einiges gelernt. Über mich, was mich glücklich macht – und was weniger.
40 Tage lang, teil(t)e ich auf Facebook täglich eine meiner Lebensweisheiten mit euch. Hier eine Zusammenfassung.

 

40 Dinge, die ich in 40 Jahren gelernt habe

1. Gib keine Ratschläge

Diese erste Lebensweisheit könnte man als Disclaimer für die gesamte Sammlung sehen. Was? Ich will keine Ratschläge austeilen? Ich, wo ich doch psychosoziale Beratung studiere?  Ratschläge zu geben ist einfach. Jeder kann das. Aber nur weil dir jemand einen gut gemeinten Rat gibt, heißt das noch lange nicht, dass das die richtige Lösung für dich ist. Beziehungsprobleme? Wir fragen eine Freundin um Rat. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz? Ein Kollege steht mit einer Lösung parat.

Manchmal ist es einfacher Ratschläge von anderen einzuholen, als sich selbst zu fragen, was wohl das Beste wäre... Als Beraterin unterstütze ich meine Kunden dabei zu erkennen was hilfreich oder weniger hilfreich für ihr Leben ist, damit sie selbstbestimmt Lösungsstrategien entwickeln können.

Ich bin der Experte für mein eigenes Leben. Und du?

 

2. Mach langsam

Wer mich kennt weiß, dass mir genau das unheimlich schwer fällt. Ich bin kein Mensch, der an der Vergangenheit festhält und dennoch bereitet es mir große Mühe mich an der Gegenwart zu erfreuen. Ungeduld ist mein 2. Vorname, viel zu oft tanze ich gleichzeitig auf mehreren Hochzeiten... Und dennoch arbeite ich täglich an mir. Versuche es ruhiger angehen zu lassen und das Hier und Jetzt zu genießen. Denn es ist ein verdammt guter Ort.

 

3. Was alle angeht, können nur alle lösen.

Oder: "Durchs Reden kommen d' Leut zam." Wie man in Österreich so schön sagt.

Will ich etwas ändern, ist es unerlässlich auch mit Andersdenkenden in einen Dialog zu treten. Ausgrenzung, Ablehnung und Abwertung anderer Meinungen mag ja – vor allem in Wahlkampfzeiten – gesellschaftlich akzeptiert sein, macht mich "denen" aber nur ähnlicher. Ich würde mein Gegenüber gerne anders haben? So nehme ich dessen Meinung ernst, begegne jedem auf Augenhöhe und diskutiere aufrichtig.

 

4. Lernen wird meinen Geist nie ermüden.

Im Gegenteil, Neues zu lernen macht nicht nur Spaß, es hilft mir auch flexibel und wach zu bleiben. Während wir Wissen erwerben und neugierig sind, bilden sich frische neuronale Verknüpfungen – also Verbindungen zwischen Nervenzellen. Bildlich gesprochen trainieren wir unser Gehirn, wie Muskeln im Fitnessstudio. Und wie beim Sport werden wir auch beim Lernen durch eine Ausschüttung von Glückshormonen belohnt!

 

5. Erlaube dir alles, außer unglücklich zu sein.

Was mir hilft ins Tun zu kommen? Dass ich mir immer wieder vor Augen halte: Glück ist schön und macht viel Arbeit.

 

6. Wenn dich jemand ignoriert, dann stör' ihn nicht dabei.

Ich habe aufgehört Energie in Dinge zu stecken, die ich nicht ändern kann und somit außerhalb meines eigenen Einflussbereichs liegen.

 

7. Du musst sowieso denken... Wieso dann nicht einfach positiv.

Jede Situation, möge sie auch noch so ausweglos und negativ erscheinen, etwas Positives abzugewinnen ist mit Sicherheit eine Herausforderung. Hat aber mein Leben verändert, wie kaum etwas zuvor.

 

8. Du kannst dein Gegenüber nicht ändern, aber du kannst ändern wer dein Gegenüber ist.

...mein kläglicher Versuch einer Übersetzung aus dem Englischen. Ich denke, das Original bringt es besser auf den Punkt: „You can’t change the people around you, but you can change the people around you.“ 

Ich kann von niemandem erwarten, sich in die Richtung zu verändern, die ich gerne hätte. Auch in der Eltern-Kind-Beziehung ist es weder mein Recht noch meine Aufgabe Veränderungen einzufordern, damit mein Kind meinen Ansprüchen entspricht.

Die einzige Person, die ich verändern kann, bin ich selbst. Sobald ich selbst etwas verändere – gesünder esse, öfters mal ein Buch lese und den Fernseher ausgeschaltet lasse – habe ich beobachtet, dass Menschen, die mir nahestehen, es mir gleichtun. Oder ein anderes Beispiel: Erscheint die beste Version meines Selbst bei einem Meeting, werde ich das Beste aus anderen rausholen können. Verändere dich selbst, nicht andere!

 

9. Krise [ˈkriːzə], die, 1. Wendepunkt 2. Entscheidung

Eine Krise impliziert eine Veränderung und es liegt an mir Neues nicht mit Angst, sondern mit Hoffnung und Freude zu begegnen. Menschen verändern sich ständig, auch Du!

 

10. Du bist genug.

Tagein tagaus versuchen uns die Medien weiß zu machen, dass wir nicht genug sind. 

Nur wenn du dieses Auto fährst gehörst du dazu... Du musst in diese Kleidergröße passen, um als Frau wahrgenommen zu werden... Um deinen Horizont zu erweitern muss es eine Fernreise sein... 

Lange Zeit hat dieses Geschäftsmodell, das es nun mal ist, ein Unwohlsein in mir ausgelöst – ein Gefühl nicht dazu zu gehören. Ich versuche nun etwas reflektierter zu sein. Diese externen Werte nicht auf mein Selbst zu übertragen. Denn ich bin genug. Und auch du bist genug – wirklich!

 


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